Die Luftwaffe früher

Die Luftwaffe waren die offiziellen Luftstreitkräfte zur Zeit des Nationalsozialismus. Sie unterstanden bis kurz vor Kriegsende Hermann Göring, der sich im ersten Weltkrieg durch überragende Erfolge im Luftkampf profiliert hatte. Zu Beginn war die Luftwaffe jedoch ein geheimes Projekt. Der Versailler Vertrag, der im Zuge der deutschen Niederlage des ersten Weltkriegs unterschrieben worden war, verbat dem deutschen Reich den Aufbau einer eigenen Luftstreitkraft. Unter einem zivilen Deckmantel und getarnten Programmen begann die Aufrüstung mit der Errichtung einer Bomberstreitmacht, die gegen die europäischen Nachbarn eingesetzt werden sollte. Diese Vorgänge begannen bereits im Jahre 1933, also schon kurz nach der Machterlangung Hitlers.

Im Laufe der Jahre hebelte das dritte Reich allerdings Stück für Stück die Beschränkungen auf. Im Jahre 1935 machte man Teile der Luftwaffe öffentlich und widersetzte sich so dem Versailler Vertrag, was allerdings ohne Folgen blieb. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges 1939 gehörte die Luftwaffe zu den stärksten Luftstreitkräften der Welt. Mit einer Gesamtzahl von ungefähr 3000 Flugzeugen, die Hälfte davon Bomber, stellte man eine der größten Luftflotten, die es bis zu diesem Zeitpunkt gegeben hat. Dank den Erfahrungen, die die deutschen Flieger im spanischen Bürgerkrieg sammeln konnten, hatte man auch im taktischen Feld einen Wissensvorsprung vor den anderen Großmächten.

In den ersten Feldzügen gegen Polen und Frankreich, wurde die Luftwaffe als Unterstützungswerkzeug für den Bodenkampf genutzt. Da dies die taktische Hauptausrichtung war und die Zusammenarbeit mit den Bodentruppen ausgezeichnet funktionierte, erzielte die Luftwaffe sehr große Erfolge. Vor allen Dingen die Stukas machten sich einen Namen und trugen zu den anfänglichen Blitzsiegen der Wehrmacht bei.

Als der Krieg auf dem europäischen Festland scheinbar gewonnen war, widmete man sich 1940 – 41 Großbritannien. Hier jedoch erlitt die Luftwaffe ihre herbste Niederlage. Reichsmarschall Göring versprach den Kampf um die britischen Inseln aus der Luft gewinnen zu können, doch die Luftwaffe unterlag den neuen Spitfires der britischen Streitkräfte und dem ausgeklügelten Aufklärungssystem.

Von da an spielte die Luftwaffe fast nur noch eine Nebenrolle. Im Krieg gegen Russland erlang sie noch einmal traurige Berühmtheit, als Göring ein weiteres Versprechen nicht halten und das belagerte Stalingrad 1942 – 43 nicht aus der Luft versorgen konnte. Zum Ende hin war die Luftwaffe durch die anhaltende Bombardierung der Allierten und deren Luftüberlegenheit, nur noch eine reine Verteidigungsstreitmacht, die aber auch diese Aufgabe kaum bewältigen konnte. Auch technische Entwicklungen wie die ME-262, eines der ersten Düsenflugzeuge der Welt, konnten keinen Einfluss mehr auf die Leistung der Luftwaffe nehmen. Sie ging, ebenso wie das dritte Reich, 1945 in einer katastrophalen Niederlage unter.

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